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Tag - Ende (West-Ufer)
- Das
Tal der
Könige, Fortsetzung
¤ das
Grab von Ramses III., KV 11
*** (~1151 vor Chr.) ist eines der längsten im
Tal und weist mehrere Eigentümlichkeiten auf: ein
Korridor mit 90° Biegung, der sich als Parallel-Gang
fortsetzt (diese Anomalie
ist auf die während der Bauarbeiten erfolgte Entdeckung
des Grabes von Amenmes zurückzuführen); weltliche
Szenen, vor allem diejenige mit den Harfe spielenden
blinden Musikern, auf Grund dessen es auch das Grab der
Harfenspieler genannt wird; die Anwesenheit 10 kleiner
Seitenkammern zum Eingangskorridor, die ganz zierlich
dekoriert
sind und für deren Zweck man noch keine vollständige
Erklärung hat. Beachten Sie auch im zweiten Korridor
nach links die Schritt für Schritt ausgeführte
Darstellung der Grablegung des Sarkophags des Königs auf
den sukzessive hinunterführenden schiefen Ebenen. Gerade
gegenüber folgt die Barke von Re denselben Weg, was
erlaubt, eine Parallele zu ziehen zwischen dem Schicksal
des Königs und demjenigen der Sonne, die beide in der
Unterwelt verschwinden um dann am Morgen regeneriert
wieder zu erscheinen.
¤ das
Grab von Ramses VI., KV 9 ***
(~1133 vor Chr.) ist vor allem bemerkenswert für seine
mit einem astronomischen Himmel dekorierte
Grabkammer-Decke, mit einer Doppel-Darstellung von
Nut, der Göttin des Himmels, die jeden
Abend die Sonne hinunterschluckt und sie am nächsten
Morgen wieder gebärt, nachdem sie die ganze Nacht durch
ihren Körpers gereist ist. Die Göttin des Himmels wird
von Schu, dem Gott der Luft, unterstützt.
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das Grab von Ramses IX., KV 6 **
(~ 1108 vor Chr.) besitzt ebenfalls ein astronomisches
Deckengemälde mit einer Doppel-Darstellung der Göttin
Nut mit besonders anmutigem Antlitz. Die Wände sind mit
esoterischen Texten und Szenen dekoriert, wie zum Beispiel
die gegen einen Berg geneigte königliche Mumie und
Personen mit dem Kopf nach unten oder in akrobatischer
Haltung zurücklehnend.
- Der Tempel von Deir
El-Bahari oder Tempel der Millionen Jahre
der Königin Hatschepsut, ist ein einzigartiges
Bauwerk der ägyptischen Architektur mit ihren drei
übereinander liegenden Terrassen am Fuß einer hohen
Felswand, deren Formen er unterstreicht. Vom Parkplatz
her ist der Blick wirklich beeindruckend und man kann
sich die Wirkung vorstellen, die der Tempel zur Zeit
seines Höhepunktes gehabt haben muss mit seinen Gärten
und seinen Wasserbassins.... Dagegen ist nach unserer
Meinung die Besichtigung auf Grund mehrerer Elemente
ziemlich enttäuschend: die Reliefs sind in einem
fortgeschrittenen Degradierungszustand und wegen den
zwei oder drei Meter vor den Wänden aufgestellten
Schranken sind die Szenen (wie zum Beispiel die
fabelhafte Expedition ins Land von Punt oder die
göttliche Geburt von Hatschepsut) unmöglich zu
unterscheiden; die kürzlich von einem polnischen Team
ausgeführte Restauration mag wohl den Gesamteindruck
etwas verbessert haben, ist aber bei näherer Betrachtung
schon etwas auffällig. Wie dem auch sei, sollten Sie
versuchen, die Besichtigung möglichst am Ende des Tages
vorzunehmen, wenn die Sonne den Steinen des Monumentes
und des Theben-Gebirges eine hübsche goldene Farbe
verleiht.
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