Ägypten - Luxor individuell

Was besichtigen, und in welcher Reihenfolge ?

5. Tag - Ende 

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Grab von Ramses III




 

 

 

 

 




Grab von Ramses IX



 

 

 

 




 
Der Tempel von Deir El-Bahari


5. Tag - Ende (West-Ufer)


- Das Tal der Könige, Fortsetzung 

¤ das Grab von Ramses III.,  KV 11 *** (~1151 vor Chr.) ist eines der längsten im Tal und weist mehrere Eigentümlichkeiten auf: ein Korridor mit 90° Biegung, der sich als Parallel-Gang fortsetzt  (diese Anomalie ist auf die während der Bauarbeiten erfolgte Entdeckung des Grabes von Amenmes zurückzuführen); weltliche Szenen, vor allem diejenige mit den Harfe spielenden blinden Musikern, auf Grund dessen es auch das Grab der Harfenspieler genannt wird; die Anwesenheit 10 kleiner Seitenkammern zum Eingangskorridor, die ganz zierlich  dekoriert sind und für deren Zweck man noch keine vollständige Erklärung hat. Beachten Sie auch im zweiten Korridor nach links die Schritt für Schritt ausgeführte Darstellung der Grablegung des Sarkophags des Königs auf den sukzessive hinunterführenden schiefen Ebenen. Gerade gegenüber folgt die Barke von Re denselben Weg, was erlaubt, eine Parallele zu ziehen zwischen dem Schicksal des Königs und demjenigen der Sonne, die beide in der Unterwelt verschwinden um dann am Morgen regeneriert wieder zu erscheinen.

¤ das Grab von Ramses VI.,  KV  9 *** (~1133 vor Chr.) ist vor allem bemerkenswert für seine mit einem astronomischen Himmel dekorierte Grabkammer-Decke, mit einer Doppel-Darstellung von Nut, der Göttin des Himmels, die jeden Abend die Sonne hinunterschluckt und sie am nächsten Morgen wieder gebärt, nachdem sie die ganze Nacht durch ihren Körpers gereist ist. Die Göttin des Himmels wird von Schu, dem Gott der Luft, unterstützt.

¤ das Grab von Ramses IX.,  KV 6 ** (~ 1108 vor Chr.) besitzt ebenfalls ein astronomisches Deckengemälde mit einer Doppel-Darstellung der Göttin Nut mit besonders anmutigem Antlitz. Die Wände sind mit esoterischen Texten und Szenen dekoriert,  wie zum Beispiel die gegen einen Berg geneigte königliche Mumie und Personen mit dem Kopf nach unten oder in akrobatischer Haltung zurücklehnend.

- Der Tempel von Deir El-Bahari oder Tempel der Millionen Jahre der Königin Hatschepsut, ist ein einzigartiges Bauwerk der ägyptischen Architektur mit ihren drei übereinander liegenden Terrassen am Fuß einer hohen Felswand, deren Formen er unterstreicht. Vom Parkplatz her ist der Blick wirklich beeindruckend und man kann sich die Wirkung vorstellen, die der Tempel zur Zeit seines Höhepunktes gehabt haben muss mit seinen Gärten und seinen Wasserbassins.... Dagegen ist nach unserer Meinung die Besichtigung auf Grund mehrerer Elemente ziemlich enttäuschend: die Reliefs sind in einem fortgeschrittenen Degradierungszustand und wegen den zwei oder drei Meter vor den Wänden aufgestellten Schranken sind die Szenen (wie zum Beispiel die fabelhafte Expedition ins Land von Punt oder die göttliche Geburt von Hatschepsut) unmöglich zu unterscheiden; die kürzlich von einem polnischen Team ausgeführte Restauration mag wohl den Gesamteindruck etwas verbessert haben, ist aber bei näherer Betrachtung schon etwas auffällig. Wie dem auch sei, sollten Sie versuchen, die Besichtigung möglichst am Ende des Tages vorzunehmen, wenn die Sonne den Steinen des Monumentes und des Theben-Gebirges eine hübsche goldene Farbe verleiht.


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