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Tag (Ost-Ufer)
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Der Tempel von
Karnak ist
die grösste der
Verehrung gewidmete Anlage der Welt ., unnötig Ihnen zu
sagen, dass Sie weder die Energie noch den Mut haben
werden, alles auf einmal zu besichtigen. Fast alle
Pharaonen seit dem Mittleren Reich (~ 2000 vor Chr.) bis
zur Ptolemäus-Epoche (Nachkommen von
Alexander
dem Grossen) haben in diesem Tempel ihr Gepräge
hinterlassen. Die ältesten Bauten liegen im Zentrum der
Anlage. Vom Eingang her vorrückend werden Sie also die
Bau-Perioden aufrollen. Der
Achse des Einganges folgend sollten Sie die
nachstehenden Höhepunkte keinesfalls verpassen: ¤ der
erste Pylon,
ein Werk der letzten einheimischen Dynastie (~ 360 vor
Chr.), das unvollendet blieb (keine
Wandskulpturen). ¤ die
drei Barkenschrein-Kapellen von Sethos
II.
(~ 1190 vor J.-C.), links beim Eingang des ersten
Hofes; ¤
dieselben
Barkenschrein-Kapellen, welche aber unter Ramses III.
erbaut wurden
(~ 1160 vor Chr.) rechts hinten im ersten Hof; ¤ der
zweite Pylon, ein Werk von Horemheb (~1300 vor
Chr.), der monumentalste Bau von Karnak mit einem
29,5 Meter
hohen Torbau (d.h. 30 cm höher als
das Gewölbe des Triumphbogens von Paris); ¤
der
Grosse Säulensaal,
von Sethos I. begonnen (~ 1280 vor Chr.) und von seinem
Sohn Ramses II. beendet. Dieser Saal ist bestimmt der
spektakulärste Teil des Tempels mit seinen 134 riesigen
Säulen, wovon die höchsten etwa
23 Meter messen. Beachten Sie den
Unterschied im Stil der unter Sethos I. mit grosser
Reinheit und Feinheit ausgeführten Wandreliefs auf der
linken Seite im Gegensatz zu denjenigen von Ramses II.
auf der rechten Seite; ¤ der
Obelisk von Hatschepsut
(~1490 vor Chr.), der Zweite in Ihrer
Gehrichtung; ¤ der
Ort der Erscheinung, Werk von
Thutmosis III. (~1530 vor Chr.); ¤ die
Amun Barkenschrein-Kapelle,
Werk von Philippos Arrhidaios, Halbbruder von Alexander
dem Grossen (~ 320 vor
Chr.); ¤ die
Opferkammer von Hatschepsut,
links, wenn
Sie die Amun-Kapelle umgehen; ¤ Akh-Menu,
Werk von Thutmosis III. (~ 1530 vor J.-C.) das als
Festsaal diente; ¤ der
Heilige See,
für seine romantische Umgebung, aber auch für eine kurze
Erholungspause im Erfrischungsraum des
Tempels.
Wenn
Sie noch nicht zu müde sind oder wenn Sie später noch
einmal in den Tempel zurückkehren, können Sie noch das
Freilichtmuseum
besuchen (zusätzliche Eintrittskarte vor Ort). Dort
gibt es zahlreiche rekonstruierte Kapellen, vor allem
die weiße Kapelle
von Sesostris I., ein Wunderwerk. Sie können auch
den Tempel
von Khonsu
auf der rechten Seite der Tempelanlage, vom Eingang
aus gesehen, oder den Tempel von
Ptah, hinten links,
besuchen.
- Anlässlich einer Ausfahrt mit einer
Felukke können sich Ihre müden Füsse etwas erholen, und
Sie können die Ruhe des Nil-Flusses geniessen und den
Sonnenuntergang bewundern. Falls der Wind fehlen sollte,
können Sie noch das kleine Museum der Mumifizierung
besuchen, das sich auf der Corniche des Ost-Ufers,
rechts von der Anlegestelle der Fähre, befindet.

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